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Interview mit Künstlerin Ellinor Amini

Aktualisiert: 5. Apr.


COLLECTIVE INTERVIEW

In dieser Interviewreihe werfen wir einen Blick hinter die Fassade der vorgestellten Kunstwerke und betrachten vor allem die Menschen und Gedanken dahinter. Gesichter zu Werken. Geschichten zu Konzepten. Wir stellen euch die Künstler:innen unseres Kollektivs vor.


Heute mit Künstlerin und Designerin Ellinor Amini

- Ein Interview von Lucie Vollath


Ellinor mit ihren Kunstwerken. Fotograf: Lukas Mehl.


In Ellinors Projekten bilden Visuelles und Textuelles, Kreatives und Gesellschaftliches, Kunst und Aktivismus ein Nebeneinander, ein Miteinander. Das Ergebnis: ,,Energie, die man sehen kann".



Ellinor, ...


Was bedeutet Kunst für dich?

Kunst ist Energie, die man sehen kann.



Wie bist du zur Kunst gekommen?

Mein Zugang zur Bildenden Kunst kam durch die Musik. Seit ich mich erinnern kann, wollte ich Opernsängerin werden. Aber dann merkte ich, dass ich mich in der Bildenden Kunst besser ausdrücken kann, sie ist mein ultimatives Ventil. Ich liebe es, meine Erfahrungen und Eindrücke meiner Umwelt zu visualisieren und haptisch erlebbar zu machen. Durch meine Kunst können die Betrachtenden einen Augenblick lang durch meine Augen auf die Welt schauen.



Was ist deine Vision – als Mensch und als Künstler:in?

Meine Vision ist es durch meine Kunst Geschichten visuell zu erzählen und meine Gedanken, Ideen und Wünsche mit den Menschen zu teilen. Ich bin schon von klein auf unglaublich neugierig, möchte Dinge wissen und die Welt erkunden. Kunst hat für mich nicht nur eine ästhetische, sondern auch immer eine kommunikative Funktion. Ein Kunstwerk steht immer im Dialog mit den Betrachtenden und jeder und jede nimmt daraus auch immer etwas mit. Es ist meine Vision, mehr solche Dialoge zwischen Kunstwerk und Betrachtenden zu kreieren und Menschen zu inspirieren.


Wie hast du dich für die Art von Kunst entschieden, die du machst? Wie hast du die richtige Ausdrucksform für dich gefunden?

Dazu möchte ich Meret Oppenheim zitieren: „Jeder Einfall wird geboren mit seiner Form. Ich realisiere die Ideen, wie sie mir in den Kopf kommen. Man weiß nicht, woher die Einfälle einfallen; sie bringen ihre Form mit sich, so wie Athene behelmt und gepanzert dem Haupt Zeus entsprungen ist, kommen die Ideen mit ihrem Kleid.“



Welche Reaktionen erhoffst du dir von den Betrachter:innen/ Leser:innen deiner Werke? Auf welche Reaktionen stößt du?

Ich erhoffe mir keine bestimmte Reaktion, denn jeder Mensch schaut aus einer anderen Vergangenheit auf ein gegenwärtiges Bild. Aber es ist wunderbar wenn ich spüre, dass meine Intentionen die Betrachtenden erreichen, wenn mir Betrachter:innen sagen, welche Impulse sie aus meinen Werken mitnehmen und ihre Erfahrungen und Geschichten mit mir teilen. Wenn ich z.B. an den HIDDEN SHEROES im öffentlichen Raum arbeite, kommen immer Passant:innen vorbei und wollen mehr über das Thema wissen und es entwickeln sich immer spannende Gespräche.



Was macht deine Kunst aus?