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Collagen Basteln

Aktualisiert: 23. Dez. 2023



Collagen sind einfach, brauchen nicht viel und machen sich super an Wänden, die noch viel zu weiß sind in deiner Wohnung. In dieser Anleitung findest du ein paar Ideen für verschiedene Arten von Collagen, je nachdem, wonach du dich gerade am meisten fühlst.


Wichtig: Das sind natürlich alles nur Vorschläge, du musst nichts davon umsetzen und kannst alles an dich und deine Bedürfnisse anpassen. Du möchtest das Kreativ-Date mit jemandem machen? Das geht natürlich auch – denk nur daran, dass es niemand sein sollte mit dem du dich misst oder vergleichst. Es soll tatsächlich nur um dich gehen.


Vorbereitung


Das tolle an Collagen ist, dass du wirklich alles dafür nehmen kannst was du findest. Alte Briefe, Stoffreste, Plastik, Karton, Geschenkband…Collagen machen ist ein super recycling Prozess. Oder vielleicht sogar Upcycling, schließlich macht man ja twas tolles neues draus. Du kannst Collagenmaterial einfach in deiner Wohnung zusammensuchen oder du planst einen kleinen Trip in deine Umgebung.


Kinos sind großartige Orte, um tolle Flyer und Broschüren oder sogar Poster abzustauben. Hol dir eine aktuelle Zeitung vom Kiosk oder schau, was für Flyer ausliegen beim Café um die Ecke. Oft stehen auch zu verschenken Kisten in der Gegend rum – Fundgruben an Büchern. o.ä. die du zerschneiden kannst. Manchmal gibt es auf E-bay. Kleinanzeigen auch Konvolute alter Zeitschriften zu kaufen für ein paar Euro.


Pro Tipp für Berliner:innen:

In Berlin kann man sich einem im Quartal bei der Bundeszentrale für politische Bildung kostenlos Bücher holen. Und im Studi-Café der Stadtplanungstudierenden kann man gegen eine Spende alte Karten von Berlin mitnehmen. Auch absolut großartig ist die Obdachlosenzeitschrift „Arts oft he Working Class“ – kauft euch doch eine Ausgabe beim nächsten Trip in den öffentlichen Verkehrsmitteln ;)



Material

  • Schere

  • Kleber

  • Pappe/großes Papier als „Basis“

  • Collagenmaterial: Flyer, Poster, alte Bücher, Broschüren, Fotos,Kunstdrucke, Zeitungen

  • Ggf. Acrylfarben, Spraydosen, Edding, Buntstifte oder alles, worauf du sonst noch Bock hast, Papier


Ort & Ambiente


Gönn‘ dir richtige Wohlfühl-Musik. Vielleicht hörst du aber auch gerne Podcasts oder Audiobücher, in unsere Sparte „Hör Mal!“ findest du die Picks dieses Monats.


Zünde doch ein paar Kerzen an, wenn du hast ein Räucherstäbchen oder Duftöle, die dich entspannen lassen. Mach dein Zimmer oder das Wohnzimmer zu einem ganz besonderen Ort. Vielleicht ein Gläschen Wein? Oder eine heiße Schokolade?



Leg dein Handy weg, oder schalt es auf nicht stören.


Der Prozess


Stimme dich ein mit Yoga!


Um dich einzustimmen, kannst du mit einer Yogasequenz starten. Was hat Yoga mit Kreativität zu tun? Ganz schön viel. Yoga verbindet dich mit dir selbst. Mit der richtigen Atmung wird Yoga zu Meditation in Bewegung und jede Menge Körpergefühl. Während Yogasequenzen lernt man seinem Körper zuzuhören, sich zu entspannen, und über sein Potenzial hinauszuwachsen. Man lernt sich zu vertrauen. Man lernt sich zu spüren. Man merkt schnell, wenn man gerade nicht in Balance ist und wenn einen zu viele Gedanken plagen und oft hilft es, das alles loszulassen. Und das alles braucht man auch, wenn man ohne Druck kreativ sein möchte.


hier ist eine kurze Sequenz und eine längere, beide auf Englisch. Wenn du lieber auf Deutsch übst, findest du einen Flow für Kreativität hier.


























Los geht’s

Eine Sache bevor wir anfangen. Klebt nichts auf, bis ganz zum Ende. Großer Fehler. Das Rumschieben und Ausprobieren macht am meisten Spaß.


Die Angst vor dem weißen Blatt überwinden…

Blätter erstmal durch dein gesamtes Material, verteil es um dich herum, lest Zeitungsartikel durch und sammelt alles, was ihr interessant oder schön findet. Wenn ihr eine Sammlung habt, fällt euch vielleicht ein Wort, dass ihr ausgeschnitten habt, besonders auf. Oder ein Satz, oder das Thema eines Zeitungsartikels. Vielleicht ist das das Thema eurer Collage. Oder es hat keins. Das ist auch okay. Oder das Thema ist ein Foto, eine Farbe.


Oft hilft es auch, sich große Bilder, ganze Zeitungsseiten oder Farbflächen als Hintergrund zu suchen, und dann Stück für Stück kleinere darauf zu platzieren.


Legen

Nimm deine Pappe oder Unterlage, die du gewählt hast und leg das ausgeschnittene Material darauf. Schieb herum, dreh, probiere dich aus. Hier sind ein paar Ideen:

  • Bastle Wörter aus einzelne den Buchstaben.

  • Leg ein Gedicht. Gedichte müssen sich auch nicht reimen.

  • Schreib den texte eines Songs auf, den du gerade hörst oder an den du gerade denken musst. Schneid Abschnitte oder einzelne Verse aus und kleb sie auf.

  • Nimm einen Zeitungsartikel und schneide einzelne Abschnitte raus – füll die Zwischenräume mit deinen eigenen Worten und Gedanken.

  • Nimm einen gedruckten Text, vollkommen irrelevant um was er geht, und streich Wörter und Sätze raus bis neues Entstehen.

  • Hast du ein Lieblingsbuch? Liest du gerade etwas? Oder hast du Personen, die dich inspirieren? Suche Zitate heraus, Schreib sie auf und leg sie zu deinem Material dazu.

  • Frag dich wie es dir heute geht. Gestalte ein Moodboard dazu. Welche Farben drücken dich gerade aus? Welche Lieder? Welche Worte?

  • Welche Wand in deiner Wohnung braucht Deko? Und was tust du in diesem Zimmer am meisten? Oder möchtest du dich an etwas bestimmtes erinnern? Ich habe in meinem Zimmer eine Berlin Karte, die ich zu einer Collage gemacht habe, die mich daran erinnert, Momente für mich zu nehmen und diese Stadt zu entdecken.


Kleben


Wenn du anfängst zu kleben, sei dir sicher, dass du dir so sicher bist, wie du sein kannst, dass du alles so haben willst, wie es gerade liegt. Mache bei größeren, komplizierteren Collagen vielleicht ein Foto davon, damit du noch weißt was wohin kommt, wenn du alles runternimmst und Schicht für Schicht aufklebst.


Und dann?

Unterschreib deine Collage mit deinem Kürzel. Wirf sie in den Müll. Häng sie auf. Schenk sie jemanden. Ganz egal. Das wichtige ist, dass du nicht mit der Intention rein gehst sie für etwas oder jemanden anderen zu machen – du machst sie nur für dich selbst. Um den kreativen Prozess zu genießen. Und dann schaust du was rauskommt. Schick uns ein Foto auf Instagram @turtle_magazine. Druck diene Collage auf ein T-Shirt. Die Möglichkeiten sind endlos.


Geh ins Bett. Lies noch ein paar Seiten.


Hier sind auch ein paar Beispiele für unterschiedliche Collagen. Sie sollen nicht dazu dienen, dass du deine Collage damit vergleichst, sondern eher als Anstoß, was aus alten Buchseiten und Postkarten so entstehen kann.






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