Fotografie

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Fotos zeigen und zeigen nicht. Sie bilden Wirklichkeiten nicht bloß ab – sie schaffen sie auch. Jede Linse bietet unendliche Perspektiven auf die Welt. Fotos zeigen und zeigen nicht. Sie bilden Wirklichkeiten nicht bloß ab – sie schaffen sie auch. Hier findet ihr unterschiedlichste Arten von Fotografien, von analog bis digital, bekannte bis unbekannte Motive. 

/Du steckst nicht in meiner Haut
Unsere Haut - sie schützt und umgibt uns und unseren Körper. Sie heilt und wächst und verändert sich im Laufe unseres Lebens. Sie gibt uns unser Aussehen und unsere Hautfarbe und bestimmt damit auch oft über unseren beruflichen und sozialen Werdegang. Sie ist einfach da und wir beachten sie kaum. Pflegen sie ab und zu oder fügen ihr Schaden zu durch Rasieren, Sonnenbaden oder Verletzungen. Mit Tattoos haben wir die Möglichkeit unsere Haut sogar dauerhaft zu gestalten, nach unserem eigenen Geschmack. Doch was ist, wenn uns unser Körper keine andere Wahl lässt? Unsere Haut nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht und wir sie deshalb nicht als „schön“ empfinden? 
Verstecken ist eine Option – die Haut in Szene zu setzen, eine andere. Mit diesem Projekt habe ich zwei Frauen portraitiert, ohne sie vorzustellen, denn ihre Haut steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Ihre Haut und wie sie in ihr leben. 
Denn jeder Körper ist einzigartig und jeder Körper ist schön.

/Über das Projekt
Alles begann mit einer TV-Serie, die Frauenkörper zeigte, wie sie im echten Leben sind. Mit Ecken und Kanten, Narben und Dellen, Grübchen und Falten. Einfach echt. 
Und wer sagt, dass diese Frauen nicht „schön“ sind? Nur weil irgendwelche oberflächlichen Menschen ein unrealistisches, unerreichbares Körperideal als „schön“ definieren, heißt das noch lange nicht, dass wir es annehmen müssen!
Wir haben nur dieses Leben und diesen Körper, warum wollen wir ihn ständig optimieren, statt ihn einfach anzunehmen und zu lieben, wie er ist? Wir rasieren, zupfen, cremen und operieren sogar, statt zu sagen: ich bin gut so wie ich bin. Ich bin schön.
Denn wir sind schön! Dieser Körper wurde uns durch unsere Geburt geschenkt und er ist absolut einzigartig. Es hat ihn so noch nie gegeben und wird ihn nach uns auch nie wieder geben.
Und trotzdem tun wir es: wir optimieren, verstecken und schämen uns für ihn.
Mit diesen Elementen spielt dieses Projekt. Es erzählt von zwei Frauen, die kämpfen, philosophieren und leben, und dabei einfach so sind, wie sie sind: einzigartig und schön.

Künstlerische Konzeption und Ausstattung Ellinor Amini
Fotografin Jana Pausenberg
Unterwäsche //erlich textil

Unter unserer Kategorie 'Kritische Gedanken' sind die Interviews mit den beiden dargestellten Frauen zu finden.
/Du steckst nicht in meiner Haut Unsere Haut - sie schützt und umgibt uns und unseren Körper. Sie heilt und wächst und verändert sich im Laufe unseres Lebens. Sie gibt uns unser Aussehen und unsere Hautfarbe und bestimmt damit auch oft über unseren beruflichen und sozialen Werdegang. Sie ist einfach da und wir beachten sie kaum. Pflegen sie ab und zu oder fügen ihr Schaden zu durch Rasieren, Sonnenbaden oder Verletzungen. Mit Tattoos haben wir die Möglichkeit unsere Haut sogar dauerhaft zu gestalten, nach unserem eigenen Geschmack. Doch was ist, wenn uns unser Körper keine andere Wahl lässt? Unsere Haut nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht und wir sie deshalb nicht als „schön“ empfinden? Verstecken ist eine Option – die Haut in Szene zu setzen, eine andere. Mit diesem Projekt habe ich zwei Frauen portraitiert, ohne sie vorzustellen, denn ihre Haut steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Ihre Haut und wie sie in ihr leben. Denn jeder Körper ist einzigartig und jeder Körper ist schön. /Über das Projekt Alles begann mit einer TV-Serie, die Frauenkörper zeigte, wie sie im echten Leben sind. Mit Ecken und Kanten, Narben und Dellen, Grübchen und Falten. Einfach echt. Und wer sagt, dass diese Frauen nicht „schön“ sind? Nur weil irgendwelche oberflächlichen Menschen ein unrealistisches, unerreichbares Körperideal als „schön“ definieren, heißt das noch lange nicht, dass wir es annehmen müssen! Wir haben nur dieses Leben und diesen Körper, warum wollen wir ihn ständig optimieren, statt ihn einfach anzunehmen und zu lieben, wie er ist? Wir rasieren, zupfen, cremen und operieren sogar, statt zu sagen: ich bin gut so wie ich bin. Ich bin schön. Denn wir sind schön! Dieser Körper wurde uns durch unsere Geburt geschenkt und er ist absolut einzigartig. Es hat ihn so noch nie gegeben und wird ihn nach uns auch nie wieder geben. Und trotzdem tun wir es: wir optimieren, verstecken und schämen uns für ihn. Mit diesen Elementen spielt dieses Projekt. Es erzählt von zwei Frauen, die kämpfen, philosophieren und leben, und dabei einfach so sind, wie sie sind: einzigartig und schön. Künstlerische Konzeption und Ausstattung Ellinor Amini Fotografin Jana Pausenberg Unterwäsche //erlich textil Unter unserer Kategorie 'Kritische Gedanken' sind die Interviews mit den beiden dargestellten Frauen zu finden.
Als Kind der Berge war ich mit Mitte zwanzig zum ersten Mal im Urlaub im Süden und freute mich auf den Sandstrand, von dem alle schon mein Leben lang schwärmten. Was für ein tolles Gefühl es sei, den Sand zwischen den Zehen zu spüren, das Salzwasser auf der Haut zu trocken zu sehen, Muscheln zu sammeln, ...

Muscheln?

Die Realität sah anders aus: Meine Zehen steckten im Sand 
direkt neben halbgerauchten Kippen, die Sonne brannte nicht nur auf meine Haut, sondern verschmorte auch Plastikstücke im Sand und beim Gehen trat ich auf eine Glühbirne.

Muscheln?

Fand ich an mehreren Stränden kaum, denn primär fand ich dort nur eines:

Müll!

Die Weltmeere sind voll davon. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, dann tragen wir keinen Perlmuttschmuck mehr, sondern Ketten aus Strohhalmen und Fischernetzen.

Denn das ist unsere Zukunft.

Der Müll.


//


STRANDED GOODS

Being a child of the mountains, I was in my mid-twenties when I was on holiday in the south for the first time, and I was looking forward to the sandy beaches that I had heard everyone raving about all my life. What a great feeling it would be to feel the sand between my toes, to see the salt water dry on my skin, to collect shells, ...

Shells?

The reality was different: My toes were stuck in the sand 
right next to half-smoked cigarettes, the sun not only burned my skin but also scorched pieces of plastic in the sand and I stepped on a light bulb while walking.

Shells?

I hardly found any on the beaches, primarily I found only one thing there:

Rubbish!

The oceans are full of it. If we carry on as we do, we won't be wearing mother-of-pearl jewelry anymore, but necklaces made of straws and fishing nets.

Because that is our future.

The rubbish.
Als Kind der Berge war ich mit Mitte zwanzig zum ersten Mal im Urlaub im Süden und freute mich auf den Sandstrand, von dem alle schon mein Leben lang schwärmten. Was für ein tolles Gefühl es sei, den Sand zwischen den Zehen zu spüren, das Salzwasser auf der Haut zu trocken zu sehen, Muscheln zu sammeln, ... Muscheln? Die Realität sah anders aus: Meine Zehen steckten im Sand direkt neben halbgerauchten Kippen, die Sonne brannte nicht nur auf meine Haut, sondern verschmorte auch Plastikstücke im Sand und beim Gehen trat ich auf eine Glühbirne. Muscheln? Fand ich an mehreren Stränden kaum, denn primär fand ich dort nur eines: Müll! Die Weltmeere sind voll davon. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, dann tragen wir keinen Perlmuttschmuck mehr, sondern Ketten aus Strohhalmen und Fischernetzen. Denn das ist unsere Zukunft. Der Müll. // STRANDED GOODS Being a child of the mountains, I was in my mid-twenties when I was on holiday in the south for the first time, and I was looking forward to the sandy beaches that I had heard everyone raving about all my life. What a great feeling it would be to feel the sand between my toes, to see the salt water dry on my skin, to collect shells, ... Shells? The reality was different: My toes were stuck in the sand right next to half-smoked cigarettes, the sun not only burned my skin but also scorched pieces of plastic in the sand and I stepped on a light bulb while walking. Shells? I hardly found any on the beaches, primarily I found only one thing there: Rubbish! The oceans are full of it. If we carry on as we do, we won't be wearing mother-of-pearl jewelry anymore, but necklaces made of straws and fishing nets. Because that is our future. The rubbish.